Nachfolgend finden Sie einige Informationen und Erfahrungen mit der Ver(be)arbeitung verschiedener Materialien.


Speckstein

Dieses Material ist hervorragend geeignet, um Skulpturen, Reliefe, Schmuckstücke und verschiedene Ziergegenstände zu erstellen, da es verschiedene Specksteinsorten gibt, die ganz unterschiedlich beschaffen sind, von hart bis weich.
Für die Bearbeitung,
je nach Verwendung, Größe, Genaugikeit, etc. sollte dies schon im Vorfeld beachtet werden. Meiner Erfahrung nach, eignen sich härtere Sorten für detailgetreue Darstellungen. Allerdings ist die Bearbeitung etwas mühevoller und zeitaufwendiger. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, daß Speckstein ein Gedächtnis besitzt. Jeder Stoß, jede Erschütterung oder starker Druck kann zum Zer- oder Abbrechen führen.
Sollte dies doch passieren, besteht die Möglichkeit der Reparatur durch kleben. Hierfür hält der Fachhandel Spezielkleber bereit. Ich verwende handelsüblichen Spezielkleber aus dem Bau- oder Supermarkt.

WICHTIG! Bei der Bearbeitung von Speckstein ensteht immer Staub, der durch das Einatmen gesundheitsgefährdend ist. Daher ist das Benutzen von Schleif- und Bohrmaschinen nicht ratsam!
Zur Vermeidung von Staubentwicklung lege ich immer ein feuchtes Spültuch (siehe Foto) unter und wasche es regelmäßig aus
.

Für mich ist die größte Herrausforderung die Dimensionierung bei Skulpturen. Da ja das Größenverhältnis, je nach eigenem künstlerischem Verständnis, stimmig sein sollte.

Zu  Beginn säge ich einen Block aus, auf dem ich die groben Details zeichne.

Anschließend arbeite ich mich dann grob, durch sägen, raspeln oder feilen, an die Dimensionen und Details heran.


Habe ich die entsprechenden Vorarbeiten geleistet, verfeinere ich dann mit kleinem Werkzeug, wie z. B. Schlüsselfeilen, Schabern, etc., die Details.

Wenn nun alle gestalterischen Arbeiten erledigt sind, besteht die Möglichkeit die Oberflächen das Kunstwerkes mittels Feinschliff oder dem Polieren zu veredeln. Dies kann mit Schleifpapieren naß und trocken erfolgen. Ich verwende ausschließlich handelsübliche weiße Zahnpasta. Natürlich hat man auch die Möglichkeit des Bemalens. Hier eigenen sich z. B. Acryl- und/oder Granitfarben (siehe Bild oben rechts).

Zum Abschluß kann man, je nach Vorstellung, das ganze Werk oder Flächen zum Glänzen bringen. Hier bietet der Fachhandel ebenfalls Specksteinöl an, das mit einem feinen Pinsel oder Schwämmchen aufgetragen wird. An meine Werke kommen ausschließlich nur Seam- oder Erdnussöl, ist günstiger und riecht besser. Ab und an ist es ratsam das "Einölen" zu wiederholen.

3D Bilder

Eine Kombination verschiedener Materialien zu 3D Bildern ist sehr reizvoll. Dies wird bestimmt durch die Auswahl eines Motives, die Planung, den Umgang mit den Materialien und der finalen Zusammenstellung.

Ein hervorragendes Beispiel ist die Enstehung des Bildes "Cooper, the hell snowboarder". Der Schritt nach der Motivfindung ist, das Vorbereiten der Figur. Sie wird entsprechend modifiziert. Zuerst folgt die Entkleidung und der Trennung von Kopf und Rumpf. In die zuvor entfernte Kleidung wird ein neuer "Körper", ein floureszierendes Halloween-Skelett, eingebracht. Um die entsprechend weitere Darstellung zu erzielen,
wird die Figur an
einem Bastelgalgen befestigt.

Da die Bekleidung bemalt werden soll, wird sie mit einer speziellen Paste zur Aushärtung vorbereitet (in diesem Fall sogar zweimal bestrichen). Nach dem Aushärten erfolgt eine Grundierung mit Acrylfarbe. Ebenso werden die Zubehörteile grundiert. Anschließend wird die Bemalung der Figur und des Zubehöres mit der gewünschten Farbe vorgenommen.

Nun gilt es den Hintergrund anzufertigen. Auf dem
Keilrahmen wird eine Grundierung angebracht und danach mit Modelgips die gewünschten Strukturen erstellt.
Da es immer problematisch ist, Gips auf einer Leinwand sicher anzubringen, wird der der Gips zweimalig mit der
Aushärter-Paste zum zusätzlichen Aushärten und Versiegeln bestrichen. Die nicht modelierte Fläche bekommt nun ihren Anstrich mit Acryl. Nach dem Trocknen werden noch einige Konturen der Struktur mit Glitter hervorgehoben.

Vor der Befestigung der Figur an auf/an der Leinwand, werden alle Zubehörteile
angebracht. Im Anschluß erfolgt die genaue Platzierung und
Fixierung mit Universalkleber bzw. Bindedraht.